Skoliose: Diagnose und Behandlung von Übungen bis Operation

Eine Skoliose muss frühzeitig behandelt werden, um Folgeprobleme wie Verschleiß, Versteifung und Schmerzen zu vermeiden. Diese Nichtfusionierenden Operationsverfahren korrigieren die Krümmung, versteifen die Wirbelsäule jedoch nicht auf Dauer. Das ist nicht immer angenehm, zudem sind bestimmte Sportarten damit nicht möglich. Auch begleitend zu zotabet einer Behandlung mit Korsett und nach operativen Eingriffen sollte unbedingt eine Bewegungstherapie durchgeführt werden.

Während sich eine Säuglingsskoliose meist innerhalb der ersten beiden Lebensjahre von allein zurückbildet, werden später auftretende Skoliosen unbehandelt oft schlimmer. Mit zunehmendem Schweregrad kommen Verschleiß und Versteifungen hinzu, die Beweglichkeit der Wirbelsäule nimmt ab und Schmerzen werden stärker. Bei Kindern und Jugendlichen kann sich in Zusammenhang mit Skoliose zum Beispiel das Gangbild verändern, die Taille knickt ein und die Schultern stehen unterschiedlich hoch. Eine Studie zeigte allerdings, dass die Korsettbehandlung das Fortschreiten einer Skoliose mindern kann. Die Skoliosetherapie mit einem Korsett wird weltweit kritisch betrachtet.

Die verschiedenen Behandlungsmethoden greifen dabei regelhaft ineinander über. Röntgenuntersuchungen der Wirbelsäule sollten aus Gründen des Strahlenschutzes allerdings nicht häufiger als einmal pro Jahr stattfinden. Hier käme vor allem den Sportlehrern die Aufgabe zu, regelmäßige Skoliose-Screenings durchzuführen und evtl. Bei Skoliosen mit Ausgangsgradzahlen zwischen 60° und 80° Cobb ist dagegen damit zu rechnen, dass diese auch nach Wachstumsabschluss weiter fortschreiten werden, wenn sie unbehandelt bleiben. Eine skoliotische Fehlhaltung mit einer Krümmung unter 10° Cobb-Winkel und geringe nicht behandlungsbedürftige Skoliosen sind häufig.

Welche Symptome treten bei Skoliose auf?

Rückenschmerzen treten im Wesentlichen bei Patienten mit lumbalen und thorakolumbalen Skoliosen sowie dekompensierten Skoliosen auf. Bei schwerstgradigen Skoliosen drohen erhebliche Einschränkungen der Vitalkapazität und damit eine Überlastung des Herz-Lungen-Kreislaufes sowie ein Cor pulmonale mit Einschränkungen der Lebensqualität und der Lebenserwartung. Auch nach Wachstumsabschluss kann es bei stärker ausgeprägten unbehandelten Skoliosen durch Abbauvorgänge im Bandscheiben- oder Wirbelkörperbereich infolge krümmungsbedingter einseitiger Belastungen zu weiteren Verschlechterungen kommen. Während des pubertären Wachstumsschubes kommt es sehr häufig zur unerwarteten und schnellen Progression. Wahrscheinlich spielen auch biomechanische Faktoren, wie ein abgeflachtes seitliches (sagittales) Profil der Wirbelsäule (Flachrücken, Hypokyphose) und einseitige Belastungen, eine Rolle. Dabei handelt es sich um einen autosomal-dominanten Erbgang (die Vererbung nur eines defekten Gens ist für eine Erkrankung ausreichend) mit inkompletter Penetranz (Menschen, die das Gen besitzen, müssen nicht erkranken) und variabler Expressivität (dieselbe Abnormität erscheint in unterschiedlicher Weise).

  • Bei skoliotischen Seitabweichungen zwischen 6° und 9° sind Mädchen genauso häufig betroffen wie Jungen, während schwerere idiopathische Skoliosen deutlich häufiger beim weiblichen als beim männlichen Geschlecht vorkommen.
  • Die verschiedenen Behandlungsmethoden greifen dabei regelhaft ineinander über.
  • Die Wirbelkörper der betroffenen Patienten wachsen unregelmäßig, so dass die Verdrehungen und Krümmungen entstehen.
  • Solche Beschwerden verschlimmern sich häufig im Laufe der Jahre mit zunehmendem Lebensalter.

Physiotherapie (Krankengymnastik)

Ärzte gehen davon aus, dass die Fehlstellung durch eine unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit der Wirbelkörper entsteht. Ein Rippenbruch heilt meist von allein und wird nur mit Schmerzmitteln behandelt. Eine Zyste bildet sich sehr häufig – auch im Kniegelenk. Wie kommt es dazu und wie lassen sich diese Rückenschmerzen lindern oder gar vermeiden? Mit Rückenschmerzen aufzuwachen, ist kein guter Start in den Tag. Zusätzlich zu den verschiedenen Therapiemethoden sind bei Skoliose Sport und Bewegung immer sinnvoll, um die Rückenmuskulatur zu stärken.

Verlaufskontrolle

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Viele Patienten mit fortgeschrittener Skoliose klagen zudem über Beinschmerzen, Knieschmerzen oder Hüftschmerzen. Das häufigste Symptom sind Rückenschmerzen, die sich oftmals im Stehen oder Sitzen verstärken. Eine früh erkannte Skoliose mit einem Cobb-Winkel bis 20 Grad behandelt man vor allem durch Physiotherapie.

Beim Ausatmen bleiben Sie in der gestreckten Position und drücken die Stäbe auf beiden Seiten und Ihre linke Gesäßhälfte in den Boden. Diese Übungen sind auf die häufigste Form der Skoliose, die thorakal-rechtskonvexe Skoliose, ausgerichtet. Die rechte und linke Rückenhälfte unterscheiden sich voneinander, da sie durch die Skoliose unterschiedlich geformt sind. Rückenübungen sind für Menschen mit Skoliose wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Umgangs mit der Erkrankung.

Da sich Skoliosen speziell in der Pubertät innerhalb weniger Monate drastisch verschlechtern können, sollten bei den dazwischen liegenden Kontrolluntersuchungen strahlungsfreie Untersuchungsmethoden zur Anwendung kommen. Hierauf kann auch eine reduzierte Brustwirbelsäulenkyphose (Hypokyphose, Flachrücken) als ein prognostisch ungünstiges Zeichen für den weiteren Verlauf der Skoliose erkannt werden. Gerade so erkennbare Verdrehungen der Wirbelsäule und der dazugehörigen Rumpfabschnitte entsprechen häufig bereits einer seitlichen Verkrümmung von bis zu 20° Cobb, bei der bereits eine Korsettversorgung indiziert sein kann. Da sich die Mehrzahl der unbehandelten Skoliosen verschlechtert, kommen der Früherkennung und der Verlaufskontrollen eine herausragende Bedeutung zu. Eine skoliotische Fehlhaltung mit einer Krümmung unter 10° Cobb-Winkel und geringe Skoliosen sind häufig, nur die wenigsten brauchen Behandlung. Bei Patienten mit thorakalen Skoliosen besteht meist keine oder eine geringgradig ausgeprägte Schmerzsymptomatik.